Mittwoch, 27. Mai 2015

Seite 222 im ketzerischen Buch

Das Überessen zeigt dann einfach, dass die Stressauslöser in Ihrem Leben in dem Moment stärker sind als Ihre Bewältigungsstrategie (S. 222 Intuitiv Abnehmen Tribole / Resch).

Weiterhin:
Das Überessen ist wie eine rote Fahne, die sie wissen lässt, dass etwas in Ihrem Leben gerade aus dem Ruder läuft.

Wie passend! Der Stress mit dem Packen und Streichen führt bei mir zu Überessen. Und bevor ich in Schuldgefühle verfalle, nehme ich lieber zur Kenntnis, dass meine Bewältigungsstrategie schwach ist.

Grund meiner Essstörung = niedriges Selbstwertgefühl

Im Kommentar einer ganz lieben Teilnehmerin der Facebook-Gruppe "Intuitiv Essen" habe ich eine Entdeckung gemacht. Ich habe geschrieben, dass meines Erachtens nach jede Krankheit psychosomatisch ist. Die Seele versucht mit der Krankheit etwas zu sagen, etwas aufzuzeigen. So kam ich darauf, dass die Ursache meiner Essstörung (früher Bulimie, nun Orthorexie und emotionales Essen) ein niedriges Selbstwertgefühl ist. Und da war es, als ob sich ein Puzzle zusammen gelegt hat.

Ja, das ist es! Da liegt der Hund begraben. Ich habe eine nicht allzu hohe Meinung von mir selbst, klar hat sich im letzten Jahr unheimlich viel getan, aber tief im Inneren glaube ich immer noch, dass ich wenn nicht wertlos, dann zumindest irgendwie minderwertig bin. Es hört sich schlimmer an, als es ist. Kommt dann in solchen Fällen zum Ausdruck wie:

- Ich höre auf meine eigenen Bedürfnisse nicht und erfülle dafür die meiner Familie
- Ich hetze, stresse, renne, versuche möglichst viel zu erreichen, nur um Anerkennung und Lob zu ernten (wenn ich ein gesundes Selbstwertgefühl hätte, dann hätte ich das gar nicht nötig)
- Ich frage mich nicht, was ich essen möchte, sondern koche für die anderen, die sind wichtiger als ich.
- Ich nehme mir nicht die Zeit zum Ausruhen und benutze Essen zum Stressabbau
- Ich nehme mir auch nicht die Zeit zum Forschen, so habe ich keine große Ahnung, was ich gerne esse und habe diese Lebensmittel auch nicht im Haus.

Das alles ist nicht immer so, mal bin ich liebevoll und freundlich zu mir und mache auch viel in Richtung intuitives Essen und dann bin ich doch wieder gemein und streng mir selbst gegenüber und falle in alte Muster. Aber egal wo ich hinsehe, die Ursache ist niedriges Selbstwertgefühl. Es fehlt aber auch an Selbstliebe. Wenn ich mich liebe, dann behandele ich mich auch nett. Dann verwöhne ich meinen Körper, will einen wunderbaren Tempel für die Seele schaffen.

Irgendwie kommen mir heute die Gedanken etwas zu ungelenk über die Lippen. Ich hoffe, ihr konntet mir folgen.

Dienstag, 26. Mai 2015

Rückschläge und Fortschritte

Erst heute Mittag war ich so stolz auf mich, dass ich mich doch tatsächlich vor dem Essen gefragt habe, was ich essen will. Es kam zwar keine Antwort, aber ich habe immerhin schon die ersten Schritte gemacht. Und nun?

Ohne zu werten erzähle ich einfach mal alles, wie es ist. Wir sind im Umzugsfieber, die meisten Sachen stehen in Kisten überall herum. Außerdem streiche ich jeden Tag ein Zimmer und packe weiterhin alles Mögliche ein. Heute war die Küche dran und die Kinder halfen wieder mit. Blöd war nur, dass die Wände dort so waren, dass alle mit dicker Farbe streichen mussten, nicht nur ich. Erster Störfaktor. Zusätzlich musste man mehrmals streichen, damit es wirklich weiß wurde und die Kinder verloren bald die Lust.

So war ich alleine in der Küche und brachte Lage für Lage die Farbe auf, bis es mehr oder weniger weiß aussah. Währenddessen haben sich die Damen mehrmals gestritten. Das tun sie die Woche intensiver als sonst. Klar, wir sind alle aufgebracht, wir fühlen uns alle, als ob wir auf Nägeln sitzen würden. Während dem ständigen "Sie hat angefangen!" und "Die hat mich gehauen!"bin auch immer hin und her gerannt. Für mich Stress pur.

Die Damen wollten als Belohnung aufs Erdbeerfeld und ich war mir aber ziemlich sicher, dass die noch nicht auf haben. Zu früh einfach. Bei dem Regen die ganze Zeit, da kann noch nichts reif sein. Ich war hundemüde und bin doch los mit den Beiden. Hier war ein absolut neuer Gedanke: Ich will nicht, aber ich tue es. Mir war es so bewusst, wie nie zuvor. Ich hatte so eine Ahnung, dass der Preis dafür hoch sein wird.

Auf dem Erdbeerfeld war wirklich keiner, wir sind dann in einen Discounter und haben uns eine Wassermelone und Fischstäbchen geholt. Zu Hause aß ich drei Stück und mein Magen war voll. Da ich mich aber auf Erdbeeren gefreut habe und die Melone nicht so süß war, aß ich noch drei Fischstäbchen. Über das Sättigungsgefühl hinaus. Dann noch ein Wiener Würstchen und zwei Scheibe  Gouda. Und da auch dies mich nicht zufrieden stellte, aß ich eine kleine Handvoll Nüsse und zwei Stück Schokolade. Gute halbe Stunde später noch zwei Waffelröllchen.

Noch vor einem Jahr hätte ich nach diesem "Freßanfall" erbrochen. Heute hielt mich der Gedanke davon ab, dass ich es schon so lange nicht gemacht habe, also tue ich es auch heute nicht. Und dann kam auch eine Klarheit: Hey, was ist denn so Schlimmes eigentlich passiert? Drei Stück Melone, drei Fischstäbchen, ein Würstchen, zwei Scheiben Käse, keine 30 g Nüsse und zwei Stückchen Schokolade. Alles in einem kein Weltuntergang.

Rückschläge? Ja, einerseits habe ich mal wieder meine Bedürfnisse missachtet (in diesem Fall das Bedürfnis nach einer Pause nach getaner Arbeit) und ich habe Stress mit Essen bewältigt. ABER ich habe weder erbrochen noch hatte ich Schuldgefühle. Und ich sehe die ganze Sache klar und deutlich. Irgendwie bewusst. Guck mal, du hast dies getan, davon kam das und dann dies. Alles logisch.

Montag, 25. Mai 2015

Knabbern aus Ärger und Zügel lockern

Ich hatte für Knabbergelüste eigentlich schon als Grund "will an mir selbst beißen" abgehackt und dann lese ich im Buch "Intuitiv abnehmen" auf S. 211, dass es auch aus Wut und Ärger sein kann. Ich werde es mal beobachten. Kennt ihr das auch?

Weiterhin lese ich da auf S. 213, dass Menschen oft in allen Bereichen erfolgreich sind und nur beim Essen "versagen". Ja, so fühle ich mich auch manchmal, als Versagerin. Überall kriege ich alles in den Griff und hier nicht. Die Lösung ist denkbar einfach: Zügel lockern. So wird es im Buch vorgeschlagen. Die Kontrolle in allen Bereichen fallen lassen. Und das passiert in meinem Leben. Immer lockerer und etspannter werde ich und das tut sooo gut. 

Die anderen Lesezeichen sind etwas umfangreicher. Das dauert wohl noch etwas )))

Sonntag, 24. Mai 2015

Weitere Lesezeichen aus Intuitiv abnehmen

Meine Große schläft noch nicht und ich nutze diese Zeit, um während dem "Neben dem Bett sitzen" ein paar Lesezeichen abzuarbeiten. Ich schaffe das Buch nicht schnell zu lesen, weil mir immer wieder Sachen richtig ins Auge springen und gemerkt werden wollen.

Wenn es kein Verbrechen gegeben hat, muss auch keine Bestrafung statt finden (S. 208)
Gottchen, das war wieder so ein Satz, wo ich innerlich zusammen gezuckt bin. Ja, es ist wirklich bei mir so, dass wen ich Sachen esse, die in meinem Kopf ein Ungesund-Label tragen, dann esse ich so, als ob ich es gestohlen hätte. Aber wenn es gar kein Verbrechen gab, dann darf ich doch auch keine Schuldgefühle haben, oder?

Welches Bedürfnis versuche ich durch Essen zu befriedigen? (S. 208)
Diese Frage habe ich bei einem anderen Psychologen schon mal gelesen. Der Clou dabei ist: Dafür muss ich grundsätzlich wissen, welche Bedürfnisse ich habe. Erst als ich mir eine Liste aufgestellt habe, wurde klar: Hey, ich will geliebt werden. Ich strebe danach gelobt zu werden. Ich habe auch ein ganz natürliches Bedürfnis nach Essen. Es ist normal Hunger zu verspüren. Ich meine in dem Sinne, dass ich kein Schmetterling bin und eben nicht von Morgentau und Nektar leben kann. Ich brauche normales Essen. Es zu wollen ist ein normales Bedürfnis. Und ich habe auch ein Bedürfnis nach Ruhe und Abgeschiedenheit. Wenn es mir zu viel wird.
Bisher habe ich zwei Sachen heraus kitzeln können
- Verlangen nach Süßes Puddings und Cremes => ich bin eigentlich müde und müsste mich ausruhen
- Verlangen nach Knabberzeug => ich bin zu selbst kritisch, möchte eigentlich an mir herum "knabbern"

Essen war das Einzige, wodurch ihre Eltern ihre Liebe zeigen konnten (S. 211)
 Mitten ins Schwarze! Meine Mutter hat viel gearbeitet, damals ging es nicht anders. Viel Kraft für die Liebe zu uns blieb da nicht. Aber sie hat immer viel und gut gekocht. Das war ihre Art uns zu zeigen, dass sie uns liebt. Und es ist immer noch so. Wenn wir bei ihr zu Besuch sind, gibt es sehr viel Essen. Nur dass sie inzwischen gelernt hat, ihre Liebe auch anders zu zeigen. Mich hat es in dem Sinne geprägt, dass ich Essen gerne als Belohnung einsetze.

So, nun ab ins Bett!

Schönen Pfingstsonntag allen!


„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi)

 In diesem Sinne allen einen schönen Pfingstsonntag. Möge jeder seinen eigenen Heiligen Geist finden!
„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi) - See more at: http://veitlindau.com/2015/05/der-heilige-geist-modern-interpretiert/#sthash.E5jrsUx6.dpuf
„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi) - See more at: http://veitlindau.com/2015/05/der-heilige-geist-modern-interpretiert/#sthash.E5jrsUx6.dpuf „Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi)
„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi) - See more at: http://veitlindau.com/2015/05/der-heilige-geist-modern-interpretiert/#sthash.E5jrsUx6.dpuf
„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi) - See more at: http://veitlindau.com/2015/05/der-heilige-geist-modern-interpretiert/#sthash.E5jrsUx6.dpuf
„Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.“ (Rumi) - See more at: http://veitlindau.com/2015/05/der-heilige-geist-modern-interpretiert/#sthash.E5jrsUx6.dpuf

Freitag, 22. Mai 2015

1 Minute für mich

Aufgepasst, hier kommt eine neue Erkenntnis! 

Ich belohne mich mit Essen, wenn ich das Gefühl habe, dass es mir nicht so gut geht. Das ist ja nichts Neues, das kenne ich von mir schon länger. Problem war, dass ich mir dann zwar was gegönnt habe, aber Schuld- und Schamgefühle hatte. Ich fühlte mich wie ein Looser, ein Verlierer, ein Versager. Ich schaffe es nicht, ein normales Verhältnis zum Essen aufzubauen. Die anderen, ja, die essen nur, wenn sie Hunger haben und ich? Nun kommt Wandel in die Sache.